Controlling: Unternehmen im Griff

Controlling: Die Unternehmenszahlen jeder Zeit im Griff

Unternehmer können nur realistisch und vorausschauend planen, wenn sie die Zahlen Ihres Unternehmens kennen. In kleinen Unternehmen übernimmt diese Funktion meist der Inhaber selbst.

Die Erfordernis oder auch der Nutzen eines systematischen Colltrolling-Systems wird dabei oft nicht erkannt.

„Ich habe meine Unternehmenszahlen im Kopf,
weshalb bedarf es dann noch eines aufwendigen Controllings?“

Die Antwort ist einfach: Es findet ein schleichender Prozess im Verlauf der Unternehmensentwicklung statt. Der anfänglich noch gesicherte Überblick über die Unternehmenszahlen schwindet mit zunehmender Unternehmensentwicklung. Dazukommt eine gewisse Betriebsblindheit mit zunehmender Routine im Alltag.

Die Erfahrungen zeigen, dass ein fehlendes Controlling-System mit auschlaggebend für Unternehmenskrisen sind. Zudem werden wertvolle Informationen, die das Unternehmen selbst liefer könnte, verschenkt.

Tatsächlich wird von der Einführung eines Controlling-Systems in kleinen Unternehmen abgesehen, weil alleine schon der Begriff „Controlling“ als zu abstrakt und theoretisch empfunden wird.

Controlling, was ist das überhaupt?

Geben wir dem Kind zunächst einen anderen Namen und nennen wir dieses ein internes Steuerungs- und Regel-Instrument der wesentlichen betrieblichen Prozesse.

Jedes moderne Auto, selbst ein Kleinwagen, verfügt heutzutage über ein elektronisches Steuerungssystem, in dem alle relevanten Daten zulassen laufen und die erforderlichen Impulse und Befehle an die einzelnen Komposten des Motors gesandet werden und im Fall von Fehlfunktionen Warnungen an den Fahrer erfolgen. Ist ein solches Steuerungssystem nicht richtig eingestellt oder gar defekt, kann der Motor dennoch starten und fahren, aber es werden weder die optimalen Leistungswerte noch die Verbrauchswerte erreicht. Fehlfunktionen, die zu einem Motorversagen führen können.

Dies soll bildlich verdeutlichen, wie wichtig auch für kleine Unternehmen ein Controlling ist. Dabei gilt jedoch eines: Nicht übersteuern und überregeln. Für kleine Unternehmen sind gewiss nicht alle möglichen Komponente eines Controlling-Systems erforderlich.

Controlling, ab wann sollte man darüber nachdenken?

Sobald die grundlegenden Fragen für eine frühzeitige Unternehmensausrichtung  nicht mehr oder nicht mehr verlässlich beantwortet werden können,  sollte ein Controlling-System im Unternehmen eingeführt werden:

Leistung des Unternehmens messen

  1. Ist Ihr Betriebsergebnis wirklich gut?
  2. Steigt Ihr Umsatz?
  3. Haben Sie die Kosten im Griff?

Marktstellung des Unternehmens

  1. Könnten Sie mit Ihren Kunden mehr Umsatz machen?
  2. Haben Sie genügend neue Kunden gewonnen?
  3. Sind Ihre Kunden mit Ihnen zufrieden?

Finanzen des Unternehmens

  1. Reichen Ihre finanziellen Mittel aus?
  2. Können die Kredite weiter bedient werden?
  3. Ist es sinnvoll, Kredite umzuschulden, um Zinsen zu sparen?

Die oft von großen Beratergesellschaften empfohlenen Controlling-Systeme erfordern einen  hohen Wissens- und Arbeitsaufwand. Für kleine Unternehmen reichen die grundlegenden  Instrumente aber meist  aus:

  • Die Betriebswirtschaftliche Auswertung
  • Die Unternehmenskennzahlen mit   Soll-Ist-Vergleich
  • Die Kapitalflussrechnung (Cashflow-Rechnung)
  • Die Break-Even-Analyse (Deckungspunktanalyse)

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