Grundlagen für die Liquiditäts-Planung Ausreichend Liquidität ist für den reibungslosen Ablauf genauso wichtig, wie für einen Sprint nach vorne, bspw. wenn es um kurzfristige Investitionen geht. Die Liquiditätslage bestimmt die Handlungsfähigkeit und entscheidet über das Fortbestehen des Unternehmens. Eine sorgfältige und fortlaufende Liquiditätsplanung und Liquiditätssicherung sollte daher in jedem Unternehmen mit an erster Stelle der Unternehmensführung stehen und sich auf mindestens sechs bis zwölf Monate erstrecken. Die monatliche Buchführung, die sog. BWA, reicht dazu nicht aus. Anders als bei der BWA, in der nur die tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben festgehalten werden, werden in der Liquiditätsplanung die in Zukunft zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellen. Ein realistischer Liquiplan, nur ein solche macht Sinn, bedarf immer einer ganzheitlichen Betrachtung des Unternehmens. Es reicht nicht einfach mit den Zahlen zu speilen! Das Problem: Viele Unternehmen verzichten im normalen Geschäftsverlauf auf die Erstellung einer Liquiditätsplanung. Solange Liquiditätsengpässe durch Finanzrücklagen oder durch Hilfsbereitschaft der Hausbank ausgeglichen werden können wird der der Liquiditätsplanung kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Es herrscht vielmehr „Management by Kontoauszug". Dies ändert sich schlagartig, wenn die Hausbank das erste Mal „Nein“ sagt und die eigenen Finanzreserven aufgebraucht sind. Dann kann es schon (fast) zu spät sein. |