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Mikrokredit-Fonds – Darlehen ohne (Haus-)Bank soll kleinen Unternehmen helfen
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Mikrokredit-Fonds – Darlehen ohne (Haus-)Bank hilft kleinen Unternehmen

Immer mehr Unternehmen haben Probleme sich über die eigenen Hausbank zu finanzieren. Die Bundesregierung hat deshalb den Mikrokreditfonds Deutschland mit einem Volumen von 100 Millionen Euro Kredite gestartet, um insbesondere Klein- und Kleinstbetriebe bzw. junge Unternehmen den Zugang zu Liquidität und Krediten
zu erleichtern.

Die rund 60 Millionen Euro stammen aus dem Europäischen Sozialfonds; etwas mehr als 40 Millionen Euro kommen aus dem Haushalt des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie plant, später 1,5 Millionen Euro beizusteuern.

Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Ursula von der Leyen, anlässlich der Vorstellung des Fonds im Bundeskabinett am 27.01.2010:

"In der aktuellen Krise halten sich die Banken auch mit niedrigen Krediten für Kleinunternehmen und Selbständige zurück. Nicht selten fehlen gerade jungen, innovativen Betrieben die geforderten Sicherheiten. In schwieriger Zeit eröffnet nun der Mikrokreditfonds neue Finanzierungswege, über die kleine Unternehmen Personal und Know-how über die Krise retten können. Der Mikrokreditfonds ist der Schutzschirm für Kleinunternehmen, er sichert Arbeitsplätze und stärkt die Zukunftsfähigkeit des ganzen Landes."

Der Mikrokreditfonds ermöglicht:

· Kredite von bis zu 20.000 Euro
· Kredite zu einem Zinssatz von zunächst 7,5 Prozent p.a.
· Mit einer Laufzeit von bis zu drei Jahren
· Keine Kredituntergrenze
· Ohne große Sicherheiten,
· Unbürokratische und schnelle Kreditvergabe

Über die aktuell besonders brisante Situation hinaus soll der Fonds mittel- und langfristig die Entwicklung eines flächendeckenden Mikrokreditangebots in Deutschland fördern. Strukturen der Mikrokreditvergabe sollen professionalisiert und die Betätigung als Mikrofinanzierer attraktiver gemacht werden. Denn in Deutschland haben Kleinstunternehmen oft Liquiditätsprobleme, wenn sie Projekte vorfinanzieren oder ihr Geschäftsmodell weiterentwickeln wollen. Der Fonds ist insofern auch eine Reaktion auf eine veränderte Unternehmenswelt mit mehr kleinen Betrieben und Selbständigen. Sie sollen sich an Beratungsorganisationen wie zum Beispiel Gründerzentren, Genossenschaften, Wirtschaftsfördergesellschaften oder Unternehmensberatungen wenden können, die als Mikrofinanzierer fungieren.

Das Fondsvermögen wird von der Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank) treuhänderisch für den Bund verwaltet. Die Kreditvergabe erfolgt durch die Bochumer GLS Bank in einem kooperativen Modell, das heißt auf Empfehlung von Mikrofinanzieren, aber auf eigene Rechnung. Der Mikrokreditfonds sichert gegenüber der GLS Bank die Kreditausfälle ab. Die Mikrofinanzierer betreuen und beraten die Kreditnehmenden im persönlichen Kontakt und empfehlen der GLS Bank die Kreditvergabe. Sie sind die Scharniere und Mediatoren zwischen Kreditnehmer und kreditgebender GLS Bank.

Weitere Informationen finden Sie unter www.mikrokreditfonds.de.

Quelle: Pressemitteilung BMAS 27.01.2010

Veröffentlicht: 25.02.2010 16:07
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